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Ist ein Camoperator sinnvoll?

Oft wird speziell bei komplizierten Einsätzen mit Drohnen die Kamerasteuerung getrennt vom Piloten über eine zweite Bodenstation bzw. Fernsteuerung durchgeführt.

Meist wird mit einem Camoperator im Bereich der Filmproduktionen gearbeitet. Bei dieser Anwendung werden sehr hohe Anforderungen an den Bildausschnitt gelegt. Der Pilot kann sich komplett auf die Positionierung und Geschwindigkeit der Drohne konzentrieren während der Camoperator seinen Fokus auf den Kamerawinkeln hat.

Neben der Filmproduktion wird auch gerne in Industrieanwendungen auf den Camoperator zurückgegriffen. Meist muss der Pilot nah an dem zu inspizierenden Hindernis schweben und ist dadurch schon stark gefordert. Dabei beispielsweise noch präzise überlappende Aufnahmen zu erstellen ist eine große Herausforderung. In diesen Situationen bietet sich auch die Übergabe der Kamerasteuerung an den Kameramann / Assistenten an.

Bei Piloten mit viel Flugerfahrung können aber auch komplizierte Film- oder Industrieprojekte mit nur einer Person abgearbeitet werden. Um das sicher und effizient durchführen zu können, sollte auf eine Bodenstation mit der Möglichkeit der Kamerasteuerung und gleichzeitiger Drohnensteuerung geachtet werden. Das bedeutet, dass die wichtigsten Funktionen (z.b. Kamera nach unten schwenken und Bild auslösen) mit den Zeigefingern betätigt werden können, ohne dass die Steuerknüppel losgelassen werden müssen. Alternativ sind auf dem Markt auch Bodenstationen verfügbar, bei denen Taster oder Drehgeber direkt in den Steuerknüppeln integriert sind.

Auch wenn die Arbeit mit Drohnen mit nur einer Person günstig und effizient ist, sollte neben der meist erhöhten Präzision bei Arbeit mit einem Camoperator bedacht werden, dass die Arbeit als Duo auch Sicherheitsvorteile bringt. Der Camoperator kann den Piloten unter anderem bei der Überwachung des Luftraumes (mögliche Annäherung von Rettungshubschraubern o. ä.) und natürlich auch bei der Flugvorbereitung, Kundenbriefing, etc. unterstützen.

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