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Wie funktioniert eine Elektrolumineszenzmessung?

Die sogenannte Elektrolumineszenzmessung ist eine neuartige Messmethode zur Überprüfung von Solarmodulen. Diese Technik würde über die letzten Jahre in statischen Prüfständen unter anderem für die Endkontrolle genutzt. Mittlerweile wurde aber ein Verfahren entwickelt, bei dem diese Messung auch mobil auf Dach- oder auch Freiflächenanlagen durchgeführt werden kann.

Zur Messung der Solarmodule werden diese rückbestromt, das heißt es wird eine Spannung an die Module angelegt. Dadurch fangen die angeschlossenen Module einer Reihe (String) an zu glimmen. Da dieses Glimmen im Nahinfrarotbereich von ca. 1000-1500nm „sichtbar“ ist, kann dies nicht mit normalen Foto- oder auch Wärmebildkameras aufgenommen werden. Für diese Messung sind daher spezielle Nahinfrarotkameras nötig. Aktuell können die EL-Messungen nur nachts durchgeführt werden, es werden aber auch Methoden zur Inspektion bei Tageslicht entwickelt.

Die mit der Drohne erstellten EL-Aufnahmen werden durch Gutachter ausgewertet. Diese können mit spezieller Nachbearbeitungssoftware auch kleinste Schäden an den Modulen erkennen. Modulbereiche mit hellem Grauwert sind i.d.R. technisch tadellos, wogegen dunkle Bereiche Schadstellen aufweisen. Hagelschlag oder sonstige mechanische Belastung kann viemals solche Schäden hervorrufen. Ein immer stärker werdendes Problem sind die sogenannten PID Fehler. Die „Potential Induzierte Degradation (PID)“ tritt vor allem bei modernen Modulen mit hohen Systemspannungen auf, es können dabei Leckströme vom Modul gegen Erde abfließen. Dadurch sammeln sich an der Zelloberfläche freie Ladungsträger, die diesen Zellbereich quasi kurzschliessen. Geschädigte Zellen können daraufhin weniger oder keinen Strom mehr erzeugen.

Elektrolumineszensmessung

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