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Testbericht zur Parrot Anafi USA

Die Parrot Anafi USA ist als Wärmebilddrohne bestens ausgestattet für behördliche Anwendungen und Co. Doch was macht sie besonders und wie schneidet sie im Vergleich neben Konkurrenzprodukten wie der Mavic Advanced ab?

Geliefert wird die handliche 500 Gramm Drohne in einem ebenfalls kompakten Koffer. Der Preis liegt bei ca. 7000 . Enthalten sind im Paket die Drohne selbst, eine Fernsteuerung und die Akkus. Diese werden, anders als bei der Mavic Advanced, über USBC geladen. Das macht den Ladevorgang flexibel.

Beim Ausklappen der Drohne fällt direkt die besondere Form der Propeller auf. Diese haben eine gezackte Form, da der Hersteller nach praktischen Tests festgestellt hat, dass die Effizienz und die Lautstärke der Drohne sich durch die Wellenform im Flug verbessert. Wir haben es getestet und hören den Unterschied: tatsächlich ist die Anafi USA leiser als beispielsweise die Mavic Enterprise Advanced.

Wie funktioniert die Fernsteuerung?

Die Handhabung ist denkbar einfach: aufklappen – Handy rein – anschließen. Praktischerweise lässt sich die Fernbedienung mit dem Aufklappen auch direkt einschalten. Hinten befindet sich rechts ein Schalter für den Kamerazoom und links die Steuerung des Kamerawinkels (Tiltwinkel). Außerdem befindet sich an der Fernsteuerung ein Knopf für die Coming-Home-Funktion sowie ein Start/Stopp Knopf für Videoaufnahmen.

Welche Kameraeinheit besitzt die Drohne?

Bei der integrierten Wärmebildkamera handelt es sich um die FLIR Bosom 320. Die optische Kamera hat einen leistungsstarken 32-fachen Zoom, was überraschend leistungsstark ist für die geringe Größe der Drohne.

Das ganze Gimbal stabilisiert auf zwei Achsen und wird vibrationsentkoppelt gelagert. Auf der Unterseite befindet sich eine Status LED, ein kleiner Lüfter und ein Ultraschallsender/-empfänger, um die Höhe über dem Boden zu messen (unterstützt den Start und die Landung), und eine Kamera für die optical flow Verfahren, insbesondere praktisch bei schlechtem GPS Empfang.

 

 

Wie schneidet die Anafi im Vergleich zur Mavic Advanced ab?

Technische Unterschiede sind vorhanden – die Advanced hat im Vergleich zur Anafi ein 640 px Wärmebild. Kleinere Details sind hiermit besser zu erkennen. Mit etwa 900 Gramm ist die Advanced jedoch auch fast doppelt so schwer.

Großer Vorteil hierbei für die Anafi: Rechtlich gibt es große Vorteile durch das geringe Gewicht von 500 Gramm. Man ist damit in einer einfacheren Klasse unterwegs, die einem mehr Freiheiten gibt. Mehr zu den Gesetzen hier.

Außerdem ist serienmäßig ein IP53 Wasserschutz vorhanden. Das bedeutet: man sowohl rechtlich als auch technisch bei Regen fliegen kann. Interessant vor allem für Behörden: Die Datensicherheit ist bei der Anafi höher und die Drohne kann technisch ohne zusätzliche Freischaltung auch in Flugsverbotszenen fliegen. Zukünftig sollen für Behördenanwendungen zusätzliche Nutzlasten auf den Markt kommen. Lassen Sie sich hierfür gern von uns beraten. Hier geht’s zum Kontaktformular.

Wie ist das Fluggefühl?

Wir würden schlicht und einfach sagen: Angenehm, wie man es von ähnlich schweren Systemen kennt.

Einen Vergleich der Anafi USA vs Mavic Advanced inkl. Wärmebilder sehen Sie in folgendem YouTube-Video: